Remo Hexspoor

SPOOR – Licht. Stahl. Nacht.

Fotografische Langzeitinstallation von Remo Hexspoor

Soundscape von Styptic

Pilot-Ausstellung 2026 @graffland

A few impressions from the first exhibition at Graffland Opfikon

Graffiti by ROOVNZ

Created during the first exhibition at Graffland.

nächste Ausstellung

Die nächste Ausstellung ist für den Herbst geplant.
Bis dahin freue ich mich jederzeit über Hinweise, Ideen und inspirierende Möglichkeiten für neue Räume und Begegnungen.

Besonders spannend wäre ein alter Güterwagen, Eisenbahnwagen oder ein Ort mit industrieller Atmosphäre, in dem man eine Ausstellung, Installation oder audiovisuelle Arbeit realisieren könnte. Falls jemand von einem solchen Ort weiss oder Kontakte hat, freue ich mich sehr über eine Nachricht.

Hinweis: Auf dem Gelände befindet sich ein großer Spielplatz für Kinder. Natürlich können auch die „großen Kinder" jederzeit Spraydosen erwerben, um an der Übungswand zu trainieren und sich auszutoben.

There is a large playground for children, and naturally, for the "big kids," spray cans can be purchased at any time to practice on the practice wall and let off steam.

SPOOR

Licht. Stahl. Nacht.

Langzeitfotografie von Remo Hexspoor
Soundscape von Styptic

SPOOR – das niederländische Wort für Gleis.
Gleise sind Wege aus Stahl. Linien durch die Nacht.
Sie tragen Gewicht, Geschwindigkeit und Geschichten.

Die Ausstellung SPOOR zeigt Langzeitfotografien von Bahnhöfen und Gleisanlagen, entstanden über viele Jahre seit 2002.

Die Arbeiten werden auf LED-Screens präsentiert, um das Licht der Nacht aufzunehmen und in den Raum zurückzuspiegeln.

In der Langzeitbelichtung verwandelt sich die Welt der Eisenbahn:
Stahl wird ruhig.
Lichter werden zu Linien.
Zeit wird sichtbar.

Was tagsüber schwer, laut und technisch wirkt, erhält nachts eine andere Qualität – eine stille Schönheit aus Licht, Struktur und Rhythmus.

Leitungen, Gleise und Konstruktionen zeichnen sich wie ein Netz durch den Raum.
Schweres wird leicht – fast schwebend.

Light. Steel. Night.

Long-exposure photography by Remo Hexspoor Soundscape by Styptic

Spoor – the Dutch word for track.

Rail tracks are paths made of steel. Lines through the night. They carry weight, speed, and stories.

The exhibition SPOOR presents long-exposure photographs of railway stations and track systems, created over many years since 2002.

The works are presented on LED screens, capturing the light of the night and reflecting it back into the space.

In long exposure, the world of railways transforms: Steel becomes still.
Lights become lines.
Time becomes visible.

What appears heavy, loud, and technical by day reveals a different quality at night – a quiet beauty of light, structure, and rhythm.

Cables, tracks, and constructions draw a network through space.
What is heavy becomes light – almost floating.

Licht trifft Klang

Die Fotografien werden in Leuchtkästen präsentiert – Bilder, die ihr eigenes Licht tragen.

Begleitet werden sie von einer speziell entwickelten Soundscape von Styptic. Seine Musik bewegt sich zwischen Atmosphäre, Rhythmus und industriellen Klangflächen und verbindet sich mit den Bildern zu einem gemeinsamen Raum.

Bild und Klang.
Stahl und Licht.
Stillstand und Bewegung.

Light Meets Sound

The photographs are presented in light boxes – images that carry their own light. They are accompanied by a specially developed soundscape by Styptic. His music moves between atmosphere, rhythm, and industrial soundscapes, combining with the images to create a shared space.

Image and sound.

Steel and light.

Stillness and movement.

Wie alles begann

Die Idee zu dieser Ausstellung existiert schon lange.

Vor rund neun Jahren philosophierten Styptic und ich darüber, diese Bilder einmal in leuchtenden Kästen zu zeigen. Zu meinem 40. Geburtstag baute er mir einen ersten Leuchtkasten mit einem der Fotos – ein unglaubliches Geschenk.

Doch lange blieb es bei der Idee.
Zu kompliziert. Zu teuer.

Dann kam eine neue Vision:
eine Ausstellung in einem Eisenbahnwagen.

Und plötzlich fügte sich alles zusammen.

Vor zwei Jahren wurden Leuchtkästen leichter und bezahlbar – und Styptic hörte, dass beim Graffland ein abgestellter Zug stehen würde.

Genau der richtige Ort.

Die Idee war plötzlich nicht mehr nur eine Idee.

So entstand SPOOR.

How It All Began

The idea for this exhibition has existed for a long time.

Around nine years ago, Styptic and I discussed the idea of displaying these images in light boxes. For my 40th birthday, he built me a first light box with one of the photos—an incredible gift.

But for a long time, it remained just an idea. Too complicated. Too expensive.

Then came a new vision: an exhibition in a train car.

And suddenly everything fell into place.

Two years ago, light boxes became lighter and more affordable—and Styptic heard that there would be a parked train at Graffland.

Exactly the right location.

The idea was suddenly no longer just an idea.

Thus SPOOR was born.

Die Bahn

Ein Teil von SPOOR lebt auch im Raum selbst.

Die Ausstellung befindet sich in einem ehemaligen Wagen der Centovalli Bahn.
Diese Bahn verbindet seit 1923 Locarno mit Domodossola und führt durch die wildromantische Landschaft der „Hundert Täler“.

Der Wagen hat über viele Jahre Reisende durch Schluchten, Wälder und über Brücken getragen. Heute steht er still – und wird selbst zum Ausstellungsraum.

Stahl, Geschichte und Bewegung sind noch immer spürbar.
Ein Ort, der perfekt zu Bildern passt, die sich mit Gleisen, Licht und Zeit beschäftigen.

THE RAILWAY

Part of SPOOR also lives in the space itself.

The exhibition is located in a former carriage of the Centovalli Railway. This railway has connected Locarno with Domodossola since 1923, winding through the wild-romantic landscape of the „Hundred Valleys.“

For many years, the carriage carried travelers through gorges, forests, and over bridges. Today it stands still – and becomes the exhibition space itself.

Steel, history, and movement are still palpable. A location that perfectly complements images that deal with tracks, light, and time.

Styptic

Mit 16 Jahren begann Styptic, Szenen aus Psychothrillern zu samplen und auf dem MPC2000XL in beatlastige Klanglandschaften zu verwandeln. Heute erzeugt er ähnliche Spannungsräume selbst – mit Synthesizern, Drum Machines, alten Signalgeneratoren und Tonbandgeräten. Seine Musik wirkt auf manche wie ein Gegenmittel: blutstillend, intensiv und hypnotisch.
 
Für die Ausstellung SPOOR wurden Aufnahmen nächtlicher Güterbahnhöfe direkt auf Tonband mit einer Nagra Tape Machine aufgezeichnet. Zur Vernissage und Finnissage werden diese Aufnahmen live verzerrt, gepitcht und mit zweckentfremdeten Signalgeneratoren von Brüel & Kjær und Wavetek neu kombiniert.
 
Wie die Langzeitbelichtungen der Fotografien in SPOOR Zeit sichtbar dehnen, geschieht dies hier auf klanglicher Ebene: durch Modulation, Verschiebung und Überlagerung werden Bewegungen hörbar verlängert, verdichtet und in neue Spannungszustände überführt.
 
Rohe, schwere und rhythmische Klangstrukturen erweitern die visuelle Atmosphäre von SPOOR.
 
 

At 16 years old, Styptic began sampling scenes from psycho-thrillers and transforming them into beat-laden soundscapes on the MPC2000XL. Today, he generates similar spaces of tension himself—with synthesizers, drum machines, vintage signal generators, and tape recorders. His music acts on some like an antidote: styptic, intense, and hypnotic.

For the exhibition SPOOR, recordings of nighttime freight yards were captured directly onto tape using a Nagra Tape Machine. At the vernissage and finissage, these recordings will be live-distorted, pitched, and recombined with purpose-repurposed signal generators from Brüel & Kjær and Wavetek.

Just as the long-exposure photographs in SPOOR visibly stretch time, this occurs on a sonic level here: through modulation, shifting, and layering, movements become audibly extended, condensed, and transformed into new states of tension.

Raw, heavy, and rhythmic sound structures expand the visual atmosphere of SPOOR.

Remo Hexspoor

Fotografie begleitet mich seit meiner Jugend.

Was als Experiment begann, wurde über die Jahre zu einer Leidenschaft.
Parallel arbeitete ich im grafischen Bereich, zuerst nebenbei, später beruflich.

Die Kamera blieb immer mein persönlicher Raum.

Besonders die Dämmerung und die Nacht haben es mir angetan.
Wenn Licht beginnt zu verschwinden – oder gerade erst auftaucht – entsteht eine andere Realität.

Mit der Langzeitbelichtung wird diese Magie sichtbar.

Photography has accompanied me since my youth.

What began as an experiment became a passion over the years. Parallel to this, I worked in the graphic field, first on the side, later professionally.

The camera always remained my personal space.

Especially twilight and night have captivated me. When light begins to disappear—or just starts to emerge—a different reality emerges.

With long exposure, this magic becomes visible.

Widmung

Diese Ausstellung ist auch eine kleine, persönliche Widmung. Inspiriert wurde sie von Marius Hendriks, der sein Leben lang als Hauptkondukteur in den Benelux-Staaten, vor allem rund um Amsterdam, gearbeitet hat. Die Welt der Bahn – ihre Wege, ihr Rhythmus und ihre Geschichten – hat mich dadurch schon früh fasziniert.

Und vielleicht steckt die Verbindung zur Eisenbahn auch einfach in meinem Namen.

Mein einer Grossvater hiess Hexspoor – der andere arbeitete 45 Jahre bei der Nederlandse Spoorwegen und hiess Hendriks.

Ein Gleis im Namen, ein Gleis im Leben.

Der Mix war also wohl vorprogrammiert.

Dedication

his exhibition is also a small, personal dedication.

It was inspired by Marius Hendriks, who worked throughout his life as a chief conductor in the Benelux countries, primarily around Amsterdam. The world of the railway—its paths, its rhythm, and its stories—fascinated me from an early age.

And perhaps the connection to the railway is simply embedded in my name.

One grandfather was named Hexspoor— the other worked for 45 years at Nederlandse Spoorwegen (Dutch Railways) and was named Hendriks.

A track in the name, a track in life.

So the mix was probably predestined.

DANKE

Mein besonderer Dank gilt meinen Eltern – für das Geschenk ihrer Talente und ihre stetige Begleitung auf meinem Weg.

Meinen Brüdern Marc und Robbie danke ich für ihre Lebensweisheit, Inspiration und Unterstützung.

Meiner Frau Sabina – für alles, was war, was ist und was wir wählen. Für unser Schloss und unsere wunderbare Reise.

Meiner Tochter Yuma – für den Antrieb, zu erschaffen.

Ein herzliches Dankeschön an die Menschen, die mich in meinen Anfängen begleitet und inspiriert haben: Catta, Jari, Will und Mike Cadurisch – und natürlich Styptic, als Freund und Motivator, dessen Musik mich seit vielen Jahren herausfordert.

Frau Palmer – fürs Öffnen und Folgen des Gefühls der Authentizität.

Dem GRAFFLAND Team (Yassin, Till, Emanuel, Ozzy und Eric) danke ich für ihren Support, ihr Vertrauen und dafür, dass sie meine erste Vernissage und Ausstellung möglich gemacht haben.

Jaap, Luc & Christian – für die gute Zeit beim Aufbau der Ausstellung.

ROOVNZ – für das SPOOR/STYPTIC Graffiti vor Ort im Graffland, die Übersetzung meiner Bilder in Sprühfarbe.

Allen, die mich auf meinem Weg begleitet haben und die ich umarmen und begrüssen darf: Danke.

Und nochmals Styptic – für den Soundtrack.

We did it!

Freundschaft. Liebe. Feuer.

THANKS

My deepest thanks to my parents – for the gift of their talents and their constant presence along my path.

To my brothers Marc and Robbie – for their wisdom, inspiration, and support.

To my wife Sabina – for all that was, all that is, and all that we choose. For our castle and our shared journey.

To my daughter Yuma – for the impulse to create.

My sincere thanks to those who accompanied and inspired my beginnings: Catta, Jari, Will, and Mike Cadurisch – and to Styptic, friend and motivator, whose music has shaped and challenged me over the years.

Mrs. Palmer – for opening the path to authenticity.

To the GRAFFLAND team (Yassin, Till, Emanuel, Ozzy, and Eric) – for their trust, their support, and for making my first exhibition possible.

Jaap, Luc & Christian – for their presence and energy during the installation.

ROOVNZ – for translating my work into spray paint through the SPOOR/STYPTIC graffiti on site.

To all those who have walked alongside me and whom I am grateful to embrace: thank you.

And once more, Styptic – for the soundtrack.

We did it.

Friendship. Love. Fire.